Bootsbatterien

Bootsbatterien im Überblick

Ob zu Lande im Wohnmobil oder zu Wasser mit dem Hausboot oder der Yacht: In der Freizeit und im Traumurlaub müssen Sie nicht mehr auf Komfort verzichten. Leistungsfähige Versorgungsbatterien sorgen für eine autarke Stromversorgung für die elektrischen Verbraucher an Bord wie z. B. Innen- und Außenbeleuchtung, GPS / Navigation, Echolote, Kühlschrank, Standheizung, Wasseraufbereitung, Radio, Laptop usw. Auch der Betrieb eines Fernsehers ist möglich. Dabei werden Starterbatterien sofern keine zusätzliche Versorgungsbatterie vorhanden ist, stark belastet. Eine Starterbatterie ist nicht dafür geeignet elektrische Verbraucher langfristig zu versorgen. Bootsbatterien sind auch für den Einsatz in Wohnmobilen geeignet, denn Boote oder Yachten können wie schwimmende Wohnmobile angesehen werden. Allerdings werden an Bootsbatterien noch weitere spezielle Anforderungen gestellt, da sie durch Wellengang starken Bewegungen ausgesetzt sein können. Sie müssen also z. B. rüttelfest und aus Gründen des Gewässerschutzes vor allem auch auslaufsicher sein: Die geschlossene Bauform der Bootsbatterie verhindert das Auslaufen bei Schräglage oder Kentern. Neben den Versorgungsbatterien gibt es auch die Kategorie der Antriebs- oder Traktionsbatterien, die über einen möglichst langen Zeitraum eine konstante Menge an Strom bereitstellen müssen (z. B. für den Antrieb von Elektrobooten). Antriebs- und Versorgungsbatterien gibt es auch als Deep-Cycle-Batterien, die sich dadurch auszeichnen, dass sie regelmäßig voll entladen und dann erst wieder aufgeladen werden. Sie müssen also vielen Tiefentladungs- und Ladezyklen standhalten können und müssen daher eine hohe Zyklenfestigkeit aufweisen. Man kann ihnen 70-80% ihrer Leistung entnehmen! Sogenannte Dual-Purpose-Batterien sind nicht nur in einem Bereich einsetzbar: Beispielsweise eignen sie sich für Antrieb und Versorgung, oder sie können neben der Versorgung auch das Starten des Motors übernehmen. Es gibt auch Allrounder, die die Bereiche Motorrad, Starten, Antrieb und Versorgung kombinieren. Für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche gibt es die passenden Bootsbatterien, die sich in ihrer Technologie (AGM, Gel, Blei-Säure oder LiFePO4) unterscheiden.

Die Anzahl der verträglichen Ladezyklen, Dauer und Stärke des abgegebenen Stroms, Ladeschnelligkeit etc. sind wichtige Parameter bei der Auswahl der richtigen Batterie. Darüber hinaus kann auch die Fähigkeit zur Zwischenspeicherung von Strom aus kleineren Solar- oder Windkraftanlagen ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Wir beraten Sie auch gerne persönlich bei der Auswahl der richtigen Bootsbatterie.

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Bootsbatterie AGM - Alles, was Sie wissen müssen

AGM bedeutet Absorbent Glass Mat. Bei dieser Technologie wird der Elektrolyt in einem Glasfaservlies gebunden. Batterien dieses Typs sind auslaufsicher und können daher schräg bzw. nahezu lageunabhängig (aber nicht über Kopf) eingebaut werden. Generell zeichnen sich Batterien dieses Typs durch hohe Sicherheit und Effizienz, lange Lebensdauer, sehr geringe Selbstentladung, hohe Vibrations- bzw. Stoßfestigkeit und Wartungsfreiheit aus (durch Gasrekombination ist ein Nachfüllen mit destilliertem Wasser nicht nötig - und auch nicht möglich). Sie sind zyklisch belastbar (ca. 400 Zyklen). Im Bereich der Bootsbatterien mit AGM-Technologie bieten wir Ihnen verschiedene 12V Batterietypen für jeden Einsatzbereich an. Die Spanne reicht von AGM Bootsbatterie 10Ah bis 240Ah. Die gängigste Kapazität für Bootsbatterien sind 100Ah.

Die gängigsten 12V Batterietypen für Boote:

  • AGM Bootsbatterie 70Ah
  • AGM Bootsbatterie 90Ah
  • AGM Bootsbatterie 100Ah
  • AGM Bootsbatterie 140Ah

Für Antrieb und Versorgung eignen sich z. B. die Produktreihen Active-Power AGM des Herstellers intAct oder Dual AGM und Start AGM von Exide. Es gibt auch Allround-Talente, die ein sehr breites Einsatzgebiet haben: Motorrad, Starten, Antrieb und Versorgung (z. B. Batterien von Odyssey). Hauptsächlich als Versorgungs-Batterien wurden die Produktreihen AGM-Power von intAct und Bluetop von Optima konzipiert. Je nach Batterietyp und Einsatzbereich sind AGM-Batterien mit Gitterplatten- oder Rundzellentechnologie ausgestattet. Die Rundzellen bestehen aus gewickelten Gittern und bewirken eine kompaktere Bauform und höhere Leistung. Der große Vorteil von AGM-Batterien liegt darin, dass durch das Vlies die Ionen beim Ladevorgang deutlich weniger abgebremst werden und somit der Innenwiderstand geringer ist, als dies bei Gel-Batterien der Fall ist. Dadurch können AGM-Batterien schneller aufgeladen werden und können höhere Stromstärken beim starten zur Verfügung stellen. Durch die geringe Selbstentladung sind sie ideal für den saisonalen Gebrauch.

Bootsbatterie GEL - Was unterscheidet sie von einer AGM-Bootsbatterie?

Bei Gel-Batterien wird der Elektrolyt mit Kieselsäure gebunden und hat dadurch eine gelartige Konsistenz. Batterien dieses Typs sind auslaufsicher und können daher schräg bzw. nahezu lageunabhängig (aber nicht über Kopf) eingebaut werden. Generell zeichnen sich Batterien dieses Typs durch hohe Sicherheit und Effizienz, lange Lebensdauer, reduzierte Selbstentladung, Rüttelfestigkeit und Wartungsfreiheit aus (durch Gasrekombination ist ein Nachfüllen mit destilliertem Wasser nicht nötig - und auch nicht möglich). Sie sind zyklisch gut belastbar (ca. 400-700 Zyklen) und eigenen sich im Vergleich zu AGM Batterien super zum versorgen von Verbrauchern.

Anders als AGM-Batterien sind Gel-Batterien aufgrund des höheren Innenwiderstandes weniger in der Lage, einen hohen Kurzschlussstrom abzugeben. Daher sind sie nicht Optimal zum Starten eines Bootsmotors geeignet und finden ihre hauptsächliche Verwendung als Versorgungs- und Antriebsbatterien. Wir bieten Ihnen Bootsbatterien mit Gel-Technologie in verschieden Spannungen (6V und 12V) für jeden Einsatzbereich an. Für Antrieb und Versorgung eignen sich z. B. die Produktreihen GEL-Power oder Active-Power GEL des Herstellers intAct oder Equipment GEL von Exide. Die Firma Exide (früher Sonnenschein) hat die ursprüngliche Gel-Batterie entwickelt. Auch heute noch ist Exide Marktführer für Batterien im Marinesektor. Als gängigste Batterie ist hier die ES900 (früher G80) zu nennen.

Bootsbatterie Blei-Säure (Nassbatterien)

Geschlossene Blei-Säure-Batterien sind wartungsarm (nicht Wartungsfrei) und sind für Antrieb und Versorgung geeignet. Sie sind perfekt einsetzbar als Stromlieferanten für einfache Verbraucher mit niedrigem Strombedarf oder als kleiner bis mittlerer Zwischenspeicher für Solar- oder Windenergie. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Lebenserwartung aus (ca. 300-700 Zyklen, je nach Typ). Die robusten Blockbatterien sind mit verstärkten Gitterplatten in Sonderisolation ausgestattet, wodurch mehr aktives Material zur Verfügung gestellt und die Ausfallsicherheit erhöht wird. Diese Deep-Cyle-Batterien sind für viele Tiefentladungen und wechselnde Ladeströme geeignet. Sie dürfen nur aufrecht verbaut werden. Wir empfehlen in dieser Kategorie die Serie Solar-Power von intAct für die Versorgung von Verbrauchern oder die Batterien des Herstellers Trojan.

Bootsbatterie LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat)

Lithium-Eisenphosphat-Batterien sind der modernste Batterietyp unter den Bootsbatterien und finden ihren Einsatz überall dort, wo Leistungsfähigkeit, Platzbedarf und geringes Gewicht eine Rolle spielen. Kapazität und Leistung sind im verglichen mit anderen Batterietypen gleicher Kastengröße sehr hoch. LiFePo4-Batterien zeichnen sich durch hohe Zyklenfestigkeit aus (mehrere tausend Zyklen sind keine Seltenheit). Die Selbstentladung ist gering und sie vertragen höchste Ladeströme. Wir empfehlen in dieser Kategorie die Lithium Batterien der Serie Lithium Power von der Firma intAct.

Unter den wartungsfreien Versorgungsbatterien ist die intAct Lithium Power Serie das Kraftpaket schlechthin für extreme Belastungen und dient als Ersatz für Blei-Säure-Batterien in Marine, Solar, Wohnmobilen und Hobby. Ein integriertes Heizsystem ermöglicht die Ladung auch im Extremfall unter 0° Celsius. Ihre Lebenserwartung ist extrem hoch: 3.500 Zyklen bis zu einer Entladetiefe von 100%. Sie ist spritz- und strahlwassergeschützt nach IP66 und lässt sich mit einer PV-Anlage schneller als Blei-Säure-Batterien vergleichbarer Kapazität wieder voll aufladen (Schnellladefähig). Sogar ein Einbau über Kopf ist möglich.

Ein passendes Ladegerät für Bootsbatterien finden

Es ist sehr wichtig, dass das Ladegerät zur Batterie passt, andernfalls könnte die Batterie geschädigt werden. Eine Faustformel zur Findung des richtigen Ladegeräts ist ein Zehntel der Nennkapazität: 80 Ah Batterie => mind. 8 A Ladegerät. Desweiteren muss die Umgebungstemperatur bei Booten beachtet werden: Je niedriger die Temperatur ist, desto höher muss die Ladespannung sein. Temperaturkompensierte Ladegeräte sind in diesem Fall das Mittel der Wahl. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang die Ladegeräte der M-Serie für Marine des Herstellers CTEK.

Ladegeräte für Bootsbatterien

Als Ihr Partner für Systemlösungen finden Sie bei uns neben den passenden Ladegeräten auch geeignete Solaranlagen für die Aufladung der Batterien wärend der Fahrt. Bei Unsicherheit helfen wir Ihnen gerne persönlich weiter.

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Wie lade ich eine Bootsbatterie?

Sobald Sie das passende Ladegerät erworben haben, können Sie loslegen:

  1. Im Handbuch nachlesen, ob die Batterie zum Laden ausgebaut werden muss oder nicht. Gibt es vielleicht Sicherheitshinweise des Bootsherstellers zum Laden der Batterie?
  2. Bevor mit dem Ladevorgang gestartet wird, sollten alle Energieverbraucher abgeschaltet werden.
  3. Lösen der Batterie Pole: erst den Minuspol (schwarzes Kabel), dann den Pluspol (rotes Kabel).
  4. Eventuell Polanschlüsse mit einer Messingbürste oder Schleifpapier säubern.
  5. Ladegerät mit Batterie verbinden
  6. Ladegerät am Strom anschließen.
  7. Falls erforderlich, Spannung am Ladegerät einstellen.
  8. Gerät einschalten, Ladezeit beachten (siehe Display / Handbuch, optimal ca. 13h).
  9. Sobald die Batterie vollgeladen ist, Ladegerät ausschalten und vom Strom trennen.
  10. Ladegerät von Batterie trennen, zuerst Minuspole trennen, dann die Pluspole.
  11. Batterie wieder anschließen: Pole verbinden (diesmal umgekehrte Reihenfolge!).

Wie lange hält eine Bootsbatterie?

Je besser die Bootsbatterie gepflegt wird, desto höher ist auch die Lebenserwartung. Vor allem muss sichergestellt sein, dass die Batterie auch für ihren Einsatzzweck geeignet ist. Eine Versorgungsbatterie wäre zum Beispiel ein No-Go für den Betrieb eines Elektro-Außenborders, der eine Traktions- oder Reinbleibatterie benötigen würde (z. B. Deep-Cycle AGM oder Optima Redtop).

Für das Bordnetz beispielsweise werden Versorgungsbatterien benötigt. Diese Batterien wurden für die Abgage kleiner Ströme über einen langen Zeitraum konzipiert. Hier wäre der Einsatz einer günstigen Starterbatterie möglich, diese Batterien sind aber für einen Teilykleneinsatz gebaut worden. Teilzyklus bedeutet das die Batterie nach dem Startvorgang direkt wieder von der Lichtmaschine geladen wird. Am besten lädt man die Akkus nach jeder Nutzung wieder auf (heutige Batterien haben keinen Memory-Effekt mehr); sie sollten nicht längere Zeit entladen bleiben. Bei längeren Standzeiten sollte der Minuspol vom Akku getrennt werden. Die kann über einen Trennschalter einfach realisiert werden.

Batterietrennschalter finden Sie hier!

Auch die modernste Batterie (LiFePO4) sollte nie ganz entladen werden. Dies ist zwar möglich, geht aber am Ende auf die Lebensdauer der Batterie. Am besten kauft man LiFePO4 Batterien mit integriertem Batteriemanagementsystemen (BMS) welche bei einem geringen Ladezustand die Batterie vor Tiefenentladung schützen. Dies ist aber meistens nur bei Versorgungsbatterien zu finden. Für die Blei Technologie gibt es bewährte Battery-Guards. Diese können den Ladezustand der Batterie auf dem Smartphone anzeigen.

Extreme Temperaturen sollten vermieden werden! Das gilt vor allem für zu hohe Temperaturen, denn wenn die Umgebungstemperatur zu hoch ist, steigt die Eigenentladung der Batterie. Kälte macht Akkus weniger etwas aus, dazu müssen sie allerdings vollgeladen sein. Zum Überwintern ist es deshalb wichtig, die Batterie voll zu laden und sie von allen Verbrauchern zu trennen (Batterietrennschalter).

Ganz wichtig: In regelmäßigen Abständen (am besten alle 4 - 6 Wochen) die Batterie mit einem Spannungsmessgerät oder einem Battery-Guard kontrollieren, damit keine Tiefenentladung zustande kommt. Je nach Batterietyp sollte auch der Säurestand regelmäßig mit einem Säureprüfer gemessen und nach Bedarf destilliertes Wasser nachgefüllt werden.

Säureprüfer für Ihre Nassbatterie

Fazit

Auf der Suche nach der richtigen Bootsbatterie findet man auf dem Batterienmarkt eine große Auswahl an hochwertigen Produkten für jeden Einsatzzweck. Lithium-Akkus (LiFePO4) sind auf dem Vormarsch, da sie in der Regel allen anderen Batterietypen in punkto Gewicht, Leistung und Zyklenfestigkeit (mehrere tausend Zyklen) überlegen sind. Bei diesem Batterietyp stehen fast 100% Kapazität zur Verfügung. Wir empfehlen hier die Lithium Batterien der Lithium-Power Serie von intAct. Allerdings sind LiFePO4-Batterien deutlich teurer als AGM-Batterien. Gute Deep-Cycle-Akkus mit AGM-Technologie weisen ebenfalls eine hohe Zyklenfestigkeit auf (je nach Typ bis zu 700 Zyklen) und es stehen ca. 70-80% Kapazität zur Verfügung. Dies allerdings bei einem deutlich höheren Gewicht.

Bei guter Pflege, Verwendung des passenden Ladegeräts und Hilfsmitteln wie z. B. Trennschaltern, Säureprüfern oder einem Battery-Guard werden Sie lange Freude an Ihrer Bootsbatterie haben. Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie uns gerne kontakieren.

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